Frage der Woche vom Soester Anzeiger: „Welche Kriterien und Ziele sind Ihnen wichtig? Was soll aus dem Klinikum werden? Haben Sie sich Freitag mit ihrer Position über die Zukunft des Klinikums behaupten können? Oder was fehlt?“
Soest, 12.06.2020 Seit Jahren haben wir die Tendenz ausufernder Kosten bemängelt, die nicht im gleichen Maße mit Umsatzsteigerungen einhergingen. Über das sich nun zeigende Ausmaß der Misswirtschaft sind wir jedoch entsetzt. Das Klinikum muss als Grund- und Regelversorger für den Gesundheitsstandort Soest erhalten bleiben. Eine Reduzierung der Kosten darf nicht zu Lasten der Basisleistungen wie der Inneren Medizin, Chirurgie und der generationenübergreifenden Medizin gehen.
Das Angebot zu bereinigen und exotische Leistungen nicht mehr zu erbringen, ist hinnehmbar. Anpassungen sind vor allem im nichtmedizinischen Bereich sowie bei der Anzahl und Eingruppierung von Ärzten erforderlich. Verträge mit langer Laufzeit müssen künftig durch den Aufsichtsrat geprüft werden können. Wir raten zu einer Neuordnung der Kompetenzen zwischen Geschäftsführung und Aufsichtsrat. Patienten sind im Klinikum - dank der Mitarbeiter - nach wie vor gut aufgehoben. (935 statt 920 möglichen Zeichen inkl. Leerzeichen)
Reinhard Griese, Fraktionsmitglied BG-Junges Soest e.V., Sachkundiger Bürger im Aufsichtsrat Klinikum Stadt Soest