
Das Problem ist nicht neu, wird aber in einer älter werdenden Gesellschaft immer akuter. Thematisiert hat dies der bekannte Stadtgärtner und Musikus Jochen Gottwald, mittlerweile selber 86 Jahre alt, noch gut in Schuss, aber auch er merkt die Spuren des Älterwerdens.
Er wandte sich mit seinem Anliegen an den Seniorenbeirat der Stadt Soest und bat Bernhard Michel um Unterstützung und Gehör. Allen Beteiligten ist dabei klar, das hierbei Einflussmöglichkeiten seitens der Verwaltung, Politik oder anderer Gremien sehr begrenzt bis fast nicht möglich sind.
Gottwald führte aus, dass ihm das sehr wohl bewusst ist. Sein Hauptanliegen ist, das Problem sichtbar zu machen und die Gesellschaft dafür zu sensibilisieren. Immobilienfachleute, Ärztegemeinschaft und weitere, die hier Einfluss nehmen können, sollen bei künftigen Neuansiedlungen, Renovierungen usw. diese Faktoren auf der Agenda haben. Ein Prozess, der gewiss Jahre in Anspruch nehmen wird.
Ein Negativbeispiel sei hier genannt, die ehemalige Notarztpraxis am Riga Ring. Ebenerdig erreichbar, ein Fahrstuhl war vorhanden, aber die An- und Abfahrt war für so manchen Menschen sehr erschwert bis fast unmöglich. Wer mit Rollator, Rollstuhl oder Gehhilfen hier ankam und erst auf dem Lidl-Parkplatz parken musste, hatte da Herausforderungen zu meistern.
Auch Arztpraxen in der Innenstadt sind oft nur schwer bis gar nicht mit dem Auto (oder Taxi) direkt anfahrbar.
Wie schon eingangs gesagt, Lösungen können wir nicht direkt anbieten, aber das Thema sichtbar machen, die Menschen dafür sensibilisieren.
Und ein jeder sollte im Hinterkopf haben, dass er morgen von diesen Problemen selber betroffen sein kann, nicht nur aus Altersgründen.

