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BG: Bürgergemeinschaft Soest setzt Zeichen für Demokratie und Vielfalt

 

Demo gegen Rechts 

BG: Bürgergemeinschaft Soest setzt Zeichen für Demokratie und Vielfalt

Am Samstag, 19. September 2026, war die Bürgergemeinschaft Soest bei der Kundgebung auf dem Petrikirchplatz dabei. Anlass war der politische Abendempfang der AfD im Blauen Saal des historischen Soester Rathauses. Zu der friedlichen Kundgebung hatten mehrere Organisationen aus Soest aufgerufen. (Soester Anzeiger)

Gemeinsam mit zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern wollten wir sichtbar machen, wofür unsere Stadtgesellschaft ebenfalls steht: Demokratie, Menschenwürde, Vielfalt und ein respektvolles Miteinander.

Als Bürgergemeinschaft ist uns dabei wichtig: Demokratie lebt vom Mitmachen. Sie lebt von Menschen, die Verantwortung übernehmen, sich einbringen, miteinander diskutieren und ihre Stadt aktiv mitgestalten.

Gerade in Zeiten, in denen gesellschaftliche Diskussionen zunehmend kontrovers geführt werden, ist es wichtig, demokratische Werte nicht als selbstverständlich anzusehen. „Nie wieder ist jetzt“ bedeutet für uns auch, aufmerksam zu bleiben und Verantwortung für das Zusammenleben vor Ort zu übernehmen.

Politisches und gesellschaftliches Engagement beginnt dabei nicht erst im Rathaus oder im Parlament. Es beginnt vor Ort – in Vereinen, Initiativen, Verbänden und demokratischen politischen Organisationen. Dort können Menschen ihre Ideen einbringen, unterschiedliche Sichtweisen kennenlernen und gemeinsam an der Zukunft ihrer Stadt arbeiten.

Wir als Bürgergemeinschaft Soest möchten unseren Beitrag dazu leisten, dass Soest eine offene, vielfältige und demokratische Stadt bleibt.

Auf dem Foto: Benno Wollny, Steffi Deitermann und Bernd Michel

Mitgliederversammlung 2026

MV2026Ehrung

 

Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung der Bürgergemeinschaft Soest am 21.05.2026 stand ein ganz besonderer Tagesordnungspunkt im Mittelpunkt: die Sonderehrung von Andreas Kappelhoff, Andrea Câmen und Michael Gröschler.

Die Mitgliederversammlung berief die drei engagierten Persönlichkeiten einstimmig zu Ehrenmitgliedern der Bürgergemeinschaft. Diese Auszeichnung besitzt eine außergewöhnliche Bedeutung, denn erstmals in der mehr als 60-jährigen Geschichte der BG Soest wurde eine Ehrenmitgliedschaft verliehen. Neben dem verstorbenenen Ehrenvorsitzenden Rolf Strothkamp, die höchste Auszeichnung in der BG Soest.

Mit dieser besonderen Ehrung würdigte die Bürgergemeinschaft die herausragende und außergewöhnliche Arbeit, die Andreas Kappelhoff, Andrea Câmen und Michael Gröschler über viele Jahre und Jahrzehnte hinweg für die Gemeinschaft geleistet haben. Ihr Einsatz, ihr Engagement und ihre Verbundenheit zur Bürgergemeinschaft haben die Entwicklung und das Miteinander nachhaltig geprägt.

In einem würdevollen Rahmen sprach die Mitgliederversammlung den drei neuen Ehrenmitgliedern ihren großen Dank und höchste Anerkennung aus.

Neben einer kalten Erfrischung dürfen sich die frisch ausgezeichnete über einen Soest Gutschein und einer Urkunde erfreuen.

 

Die Tagesordnung der Versammlung sah ansonsten nur die üblichen Punkte vor, wie Berichte, Formalien und Kassenbericht. Es standen in diesem Jahr keine Wahlen an. Die Kasse ist, wie üblich nach einer Kommunalwahl, erst mal dezimiert, steht aber auf soliden Füßen. Für 20 Jahre Mitgliedschaft wurde Jeanette Kappelhoff geehrt.

Einstimmig wurde entschieden, das der Jahresbeitrag ab 2027 angehoben wird. Das ist die erste Erhöhung seit gut 20 Jahren.

Jahresgedenken zum Tod von Rolf Strothkamp


Rolf Strothkamp bei einer Ballonfahrt über Soest 2009 (Foto: Andrea Camen)

 

In stillem Gedenken an Rolf Strothkamp

(* 09.04.1935 – † 18.03.2025)

Am 18. März 2026 jährt sich zum ersten Mal der Tag, an dem wir von unserem Ehrenvorsitzenden, Weggefährten und Freund Rolf Strothkamp Abschied nehmen mussten. Ein Jahr ohne seinen scharfen Verstand, seinen Humor und sein unermüdliches Engagement für unsere Stadt und den Kreis Soest.

Rolf war fast 50 Jahre das Herz der BG. Er war ein „Fels in der Brandung“, der mit Rückgrat und Weitblick die politische Mitte prägte. Ob im Rat oder im persönlichen Gespräch am Tresen – sein Ziel war stets das Beste für die Bürgerinnen und Bürger. Er war Mentor und Motor, der uns forderte und zugleich mit seiner schützenden Hand begleitete.

Wir bewahren sein Erbe, indem wir weiterhin mit Leidenschaft für die Unabhängigkeit und Bürgernähe streiten, die ihm so am Herzen lagen
. Sein politischer Geist bleibt unser Ansporn.
Rolf, du fehlst uns. Wir werden dir stets ein ehrendes Andenken bewahren.
 
 
 
 
Nachruf der BG-Soest und der BG-Kreis Soest 2025

 

Demokratie hautnah erlebt

Standen zum Austausch bereit (von links): Hubertus Gosmann (OStD), Cathrin Schreiber (OStR‘(V)), Jens Behrens (MdB, SPD), Steffen Brüseke (SPD), Bernhard Michel (Stadtrat Soest, BG), Daniel Stricker (Stadtrat Soest, CDU), Jutta Berkemeier (StR‘, Projektkoordinatorin), Tim Neumann (Stadtrat Soest, Bündnis 90/Die Grünen), Roland Linnhoff (Kreistag Soest, Die Linke), Dagmar Hanses (MdL, Bündnis 90/Die Grünen), Oliver Pöpsel (MdB, CDU), Thomas Busch (Stadtrat Soest, CDU). © HSBK

 

 

EU-Projekttage am Hubertus-Schwartz-Berufskolleg fördern kritisches Denken

Soest – Fake News, Filterblasen und politische Polarisierung prägen unsere Zeit. Wie können junge Menschen lernen, sich in dieser komplexen Medienlandschaft zu orientieren? Die EU-Projekttage am Hubertus-Schwartz-Berufskolleg (HBSK) am 10. und 11. Februar lieferten darauf Antworten.

Der erste Projekttag begann unter dem Motto „#Social Media & DU“ mit einer Selbstreflexion. Die Auszubildenden analysierten ihr eigenes Social-Media-Verhalten anhand einer Umfrage und untersuchten die Geschäftsmodelle sozialer Plattformen, sowie die Algorithmen und das „Dopamin-Prinzip“ hinter dem endlosen Scrollen.

Die Auszubildenden stellten fest, dass Nutzer immer seltener aktiv nach Informationen suchen müssen. Sie erhalten diese automatisch und gefiltert nach ihren vermeintlichen Interessen. In Gruppenarbeit wurde untersucht, wie Echokammern Meinungsbildung und Gesellschaft beeinflussen können.

Am Ende des ersten Tages fand eine Diskussion mit neun politischen Gästen aus kommunaler, Landes-, Bundes- und EU-Ebene statt. Die Auszubildenden präsentierten ihre erarbeiteten Ergebnisse auf selbst gestalteten Plakaten und diskutierten sie mit den Politikern.

Am zweiten Projekttag stand das Thema „#Perspektiven“ im Vordergrund, das sich mit politischer Kommunikation befasste. Die Teilnehmenden lernten, dass politische Kommunikation nie neutral ist, und übten anhand aktueller Beispiele, Narrative zu erkennen und kritisch zu hinterfragen.

In einem Storytelling-Workshop entwickelten die Auszubildenden eigene Positionen zu Themen, die ihre Generation besonders bewegen: finanzielle Sicherheit, Rentenperspektiven und die gesellschaftlichen Auswirkungen Künstlicher Intelligenz. Anschließend präsentierten sie ihre Ergebnisse sechs weiteren politischen Gästen und tauschten sich darüber aus.

Dopamin-Prinzip

Das menschliche Gehirn reagiert auf Belohnungen. Zum Beispiel, wenn etwas Angenehmes passiert. Soziale Plattformen nutzen dieses „Dopamin-Prinzip“ gezielt. Jeder Like und jedes Video liefert einen Belohnungsreiz. Das macht Lust, immer weiter zu scrollen und geschieht oft, ohne es bewusst zu merken. Für viele wird das schnell zur Zeitfalle. Spezielle Seiten und Endlos-Feeds zeigen ein Video nach dem anderen.

Echokammern

In den sozialen Medien werden Nutzern vor allem Inhalte zu angezeigt, die ihre eigenen Ansichten bestätigen. Dadurch können sich die eigenen Überzeugungen weiter festigen. Das Problem dabei ist, dass andere Perspektiven dadurch kaum noch sichtbar werden. Dieser Effekt wird als Echokammer bezeichnet.



Quellenangabe: Soester Anzeiger vom 03.03.2026, Seite 12

Über uns

Seit mehr als 60 Jahren sind wir im Einsatz für die Interessen der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Soest - offen, unabhängig und bürgernah ist unsere Politik.

Die BG Soest e.V. wurde 1959 gegründet. Damit sind wir eine der ältesten unabhängigen Wählergemeinschaften in NRW. Seit 1969 stellen wir fast durchgängig die drittstärkste Fraktion im Soester Rat und sind somit ein fester Bestandteil der Kommunalpolitik in Soest.

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