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Jahresgedenken zum Tod von Rolf Strothkamp


Rolf Strothkamp bei einer Ballonfahrt über Soest 2009 (Foto: Andrea Camen)

 

In stillem Gedenken an Rolf Strothkamp

(* 09.04.1935 – † 18.03.2025)

Am 18. März 2026 jährt sich zum ersten Mal der Tag, an dem wir von unserem Ehrenvorsitzenden, Weggefährten und Freund Rolf Strothkamp Abschied nehmen mussten. Ein Jahr ohne seinen scharfen Verstand, seinen Humor und sein unermüdliches Engagement für unsere Stadt und den Kreis Soest.

Rolf war fast 50 Jahre das Herz der BG. Er war ein „Fels in der Brandung“, der mit Rückgrat und Weitblick die politische Mitte prägte. Ob im Rat oder im persönlichen Gespräch am Tresen – sein Ziel war stets das Beste für die Bürgerinnen und Bürger. Er war Mentor und Motor, der uns forderte und zugleich mit seiner schützenden Hand begleitete.

Wir bewahren sein Erbe, indem wir weiterhin mit Leidenschaft für die Unabhängigkeit und Bürgernähe streiten, die ihm so am Herzen lagen
. Sein politischer Geist bleibt unser Ansporn.
Rolf, du fehlst uns. Wir werden dir stets ein ehrendes Andenken bewahren.
 
 
 
 
Nachruf der BG-Soest und der BG-Kreis Soest 2025

 

Demokratie hautnah erlebt

Standen zum Austausch bereit (von links): Hubertus Gosmann (OStD), Cathrin Schreiber (OStR‘(V)), Jens Behrens (MdB, SPD), Steffen Brüseke (SPD), Bernhard Michel (Stadtrat Soest, BG), Daniel Stricker (Stadtrat Soest, CDU), Jutta Berkemeier (StR‘, Projektkoordinatorin), Tim Neumann (Stadtrat Soest, Bündnis 90/Die Grünen), Roland Linnhoff (Kreistag Soest, Die Linke), Dagmar Hanses (MdL, Bündnis 90/Die Grünen), Oliver Pöpsel (MdB, CDU), Thomas Busch (Stadtrat Soest, CDU). © HSBK

 

 

EU-Projekttage am Hubertus-Schwartz-Berufskolleg fördern kritisches Denken

Soest – Fake News, Filterblasen und politische Polarisierung prägen unsere Zeit. Wie können junge Menschen lernen, sich in dieser komplexen Medienlandschaft zu orientieren? Die EU-Projekttage am Hubertus-Schwartz-Berufskolleg (HBSK) am 10. und 11. Februar lieferten darauf Antworten.

Der erste Projekttag begann unter dem Motto „#Social Media & DU“ mit einer Selbstreflexion. Die Auszubildenden analysierten ihr eigenes Social-Media-Verhalten anhand einer Umfrage und untersuchten die Geschäftsmodelle sozialer Plattformen, sowie die Algorithmen und das „Dopamin-Prinzip“ hinter dem endlosen Scrollen.

Die Auszubildenden stellten fest, dass Nutzer immer seltener aktiv nach Informationen suchen müssen. Sie erhalten diese automatisch und gefiltert nach ihren vermeintlichen Interessen. In Gruppenarbeit wurde untersucht, wie Echokammern Meinungsbildung und Gesellschaft beeinflussen können.

Am Ende des ersten Tages fand eine Diskussion mit neun politischen Gästen aus kommunaler, Landes-, Bundes- und EU-Ebene statt. Die Auszubildenden präsentierten ihre erarbeiteten Ergebnisse auf selbst gestalteten Plakaten und diskutierten sie mit den Politikern.

Am zweiten Projekttag stand das Thema „#Perspektiven“ im Vordergrund, das sich mit politischer Kommunikation befasste. Die Teilnehmenden lernten, dass politische Kommunikation nie neutral ist, und übten anhand aktueller Beispiele, Narrative zu erkennen und kritisch zu hinterfragen.

In einem Storytelling-Workshop entwickelten die Auszubildenden eigene Positionen zu Themen, die ihre Generation besonders bewegen: finanzielle Sicherheit, Rentenperspektiven und die gesellschaftlichen Auswirkungen Künstlicher Intelligenz. Anschließend präsentierten sie ihre Ergebnisse sechs weiteren politischen Gästen und tauschten sich darüber aus.

Dopamin-Prinzip

Das menschliche Gehirn reagiert auf Belohnungen. Zum Beispiel, wenn etwas Angenehmes passiert. Soziale Plattformen nutzen dieses „Dopamin-Prinzip“ gezielt. Jeder Like und jedes Video liefert einen Belohnungsreiz. Das macht Lust, immer weiter zu scrollen und geschieht oft, ohne es bewusst zu merken. Für viele wird das schnell zur Zeitfalle. Spezielle Seiten und Endlos-Feeds zeigen ein Video nach dem anderen.

Echokammern

In den sozialen Medien werden Nutzern vor allem Inhalte zu angezeigt, die ihre eigenen Ansichten bestätigen. Dadurch können sich die eigenen Überzeugungen weiter festigen. Das Problem dabei ist, dass andere Perspektiven dadurch kaum noch sichtbar werden. Dieser Effekt wird als Echokammer bezeichnet.



Quellenangabe: Soester Anzeiger vom 03.03.2026, Seite 12

BG hätte Beigeordnete gerne behalten

 BM

Soest – Ginge es nach der Bürgergemeinschaft (BG) müsste die Stadt aktuell nicht nach zwei neuen Beigeordneten suchen. In der Fraktion habe es zwar auch Kritik an Kämmerer Peter Wapelhorst und Stadtbaurat Matthias Abel gegeben, unterm Strich habe man sich aber dafür ausgesprochen, mit beiden Wahlbeamten weiterzuarbeiten, sagt Bernd Michel, Fraktionsvorsitzender der BG.

Er reagiert damit in einer Stellungnahme seiner Fraktion auf den Bericht „Nächster Führungswechsel im Rathgaus“ in der Freitagsausgabe dieser Zeitung. Darin hatte Bürgermeister Marcus Schiffer betont, es habe eindeutige Signale aus der Politik gegeben, dass man mehrheitlich nicht geneigt sei, den Vertrag von Matthias Abel, der ohnehin in zwei Jahren die Altersgrenze erreicht, zu verlängern.

Michel beklagt den Umgang von Teilen der Politik mit den Beigeordneten. „Bislang durfte man gewiss sein, dass ein Mindestmaß an Vertrauen herrschte im Umgang mit den Spitzenbeamten im Rathaus. Dieses Vertrauen scheint in den Ratsfraktionen verloren gegangen zu sein. Zumindest die drei Großen, CDU, Grüne und SPD, gaben sich monatelang zugeknöpft, was eine Wiederwahl jedes der beiden Beigeordneten betraf.“ Michel weiter: „So geht man nicht miteinander um.“

Die BG hätte mit einer Wiederwahl von Abel und Wapelhorst Bürgermeister Schiffer den „Rücken stärken“ wollen. Der müsse sich nun stattdessen „um die Einarbeitung seiner neuen Mitstreiter/innen im Verwaltungsrat der Stadt Soest kümmern“. Das sei nicht zielführend.MST



Quellenangabe: Soester Anzeiger vom 04.03.2026, Seite 9

Weihnachts- und Neujahrsgruß 2025

 Weihnachtsgruss 2025

Liebes BG-Mitglied, liebe Bürger und Bürgerinnen von Soest und auf den Dörfern,

zum Jahresende bedanken wir uns ganz herzlich bei dir für die Unterstützung in 2025. Die vergangenen Monate waren herausfordernd, aber auch geprägt von großem Zusammenhalt und starkem Engagement in unserem Verein und unserer Fraktion. Wir haben einen turbulenten Wahlkampf hinter uns. Hier sind Teams entstanden – mit bewährten und neuen Mitgliedern der BG.

Natürlich hat uns der Verlust eines Sitzes im Stadtrat enttäuscht. Das Ergebnis entspricht nicht unseren Erwartungen – und doch blicken wir weiterhin mit Zuversicht nach vorn. Denn wir wissen: Unsere Arbeit, unsere Haltung und unsere Ziele bleiben wichtig und richtig. Jetzt erst recht. Wir sind wieder eine starke Gruppe, auf die man sich verlassen kann. Unsere Stärken und Expertisen sind politisch sehr gut vertreten. (siehe dazu unsere Ausschussbesetzung auf unserer Webseite)

Gemeinsam wollen wir im neuen Jahr neue Impulse setzen. Eines unserer Anliegen wird dabei unser Antrag auf die Neuregelungen der Kita- und OGS-Gebühren sein, den wir in den Rat eingebracht haben. Wir sind überzeugt, dass dies eine wichtige Entlastung für viele Familien darstellt und ein Schritt zu mehr Bildungsgerechtigkeit ist.

Vielen Dank für dein Vertrauen und deine Unterstützung – wir freuen uns auf ein starkes Jahr 2026, das wir gemeinsam gestalten wollen. Jedes Mitglied ist zur Mitarbeit in der Fraktion herzlich eingeladen. 

In diesem Sinne wünschen wir Euch und Euren Familien ein frohes, besinnliches Weihnachtsfest, erholsame Feiertage und einen guten, gesunden Start ins neue Jahr.

 

BG: Bürgergemeinschaft Soest e. V.


Pascal Fuisting                                                        Bernhard Michel

Erster Vorsitzender                                                 Fraktionsvorsitzender

 

Abschaffung Gebühren für KITAs und OGS

Stellungnahme der BG zur Abschaffung der Elternbeiträge:

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren

wir stehen heute vor einer Entscheidung, die seit Jahren überfällig ist: die vollständige Abschaffung der Elternbeiträge im Kindergarten-, Pflege- und OGS-Bereich.
Und ja – es ist Zeit, die Dinge beim Namen zu nennen.

Wir nennen es „Beitrag“, doch am Ende ist es eine faktische Strafzahlung für Menschen, die sich dafür entscheiden, Kinder großzuziehen oder Angehörige pflegen zu lassen. Wir reden ständig von „Chancengleichheit“, aber verlangen gleichzeitig Gebühren für die Grundvoraussetzungen dieser Chancen? Das ist logisch wie ein kaputter Regenschirm: Er sieht von außen sinnvoll aus, aber sobald es drauf ankommt, lässt er alle im Regen stehen.

Wer ernsthaft möchte, dass alle Kinder dieselben Startbedingungen haben, muss dafür sorgen, dass Bildung und Betreuung ab dem ersten Tag kostenfrei sind. Wer glaubt, man könne soziale Gerechtigkeit erreichen, während man gleichzeitig Familien mit monatlichen Beiträgen belastet, hat offensichtlich nie die Realität einer Durchschnittsfamilie betrachtet, geschweige denn einer einkommensschwachen.

Und diese Eltern leisten das nicht allein für sich und Ihre Kinder, sie leisten das für unsere gesamte Gesellschaft. Davon profitieren auch die, die selber keinen Nachwuchs in die Welt setzen.

 

Jedes Jahr gibt es kreative Haushaltsmanöver für prestigeträchtige Projekte, Leuchtturmideen oder irgendwelche impulsiven Beschaffungen, die dann irgendwo in einem Amt verstauben. Aber wenn es darum geht, Eltern finanziell zu entlasten, dann soll plötzlich jeder Cent dreimal umgedreht werden?
Es wirkt fast so, als würden wir lieber Geld für alles Mögliche ausgeben – nur nicht für das, was wirklich gesellschaftlich trägt.

 

Familien, deren Einkommen nicht durch Gebühren aufgefressen wird, haben mehr Geld im lokalen Kreislauf. Das bedeutet:

  • mehr Kaufkraft,
  • weniger soziale Folgekosten,
  • attraktivere Standortbedingungen für Fachkräfte.
    Oder anders gesagt: Wer bei der Betreuung spart, zahlt später doppelt – nur eben aus einem anderen Haushaltstitel.

Es sind überwiegend Frauen, die wegen Betreuungskosten reduzieren, pausieren oder ganz aus dem Job fallen. Kostenfreie Betreuung ist kein „Nice-to-have“, sondern ein Eckpfeiler echter Gleichstellung. Wer immer noch glaubt, man könne Gleichberechtigung fördern und gleichzeitig Betreuung finanziell unattraktiv machen, der verwechselt Fortschritt mit Sonntagsreden.

Schon heute verzichten Familien nachweislich auf Betreuungs- oder Unterstützungsangebote, weil sie die Beiträge nicht tragen können. Das ist nicht nur sozialer Sprengstoff, sondern auch ein Armutsbeschleuniger. Eine Kommune, die ernsthaft will, dass alle Menschen teilhaben, kann es sich nicht leisten, Barrieren künstlich aufrechtzuerhalten.

Wir wollen heute, dass auch Frauen, wenn möglich ganztags, berufstätig sind. Sie leisten einen großen Beitrag zu unser aller Wohlstand und das die Wirtschaft läuft. Dann müssen wir auch die Rahmenbedingungen dafür schaffen.

Die Entscheidung ist nicht kompliziert.
Entweder wir schaffen Elternbeiträge ab – oder wir erklären offen, dass soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit und Familienfreundlichkeit nur Worthülsen sind.

Wir können heute beweisen, dass wir verstanden haben, worum es wirklich geht: um Menschen, um Lebensrealitäten und um eine moderne Kommune, die nicht mehr an überholten Finanzierungsmodellen festhält.

Es ist Zeit für Konsequenz.
Es ist Zeit für Mut.
Und vor allem ist es Zeit für echte Entlastung.

Wir beantragen daher die vollständige Abschaffung sämtlicher Elternbeiträge im Kindergarten-, Pflege- und OGS-Bereich.

 

 

Über uns

Seit mehr als 60 Jahren sind wir im Einsatz für die Interessen der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Soest - offen, unabhängig und bürgernah ist unsere Politik.

Die BG Soest e.V. wurde 1959 gegründet. Damit sind wir eine der ältesten unabhängigen Wählergemeinschaften in NRW. Seit 1969 stellen wir fast durchgängig die drittstärkste Fraktion im Soester Rat und sind somit ein fester Bestandteil der Kommunalpolitik in Soest.

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