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Weihnachts- und Neujahrsgruß 2025

 Weihnachtsgruss 2025

Liebes BG-Mitglied, liebe Bürger und Bürgerinnen von Soest und auf den Dörfern,

zum Jahresende bedanken wir uns ganz herzlich bei dir für die Unterstützung in 2025. Die vergangenen Monate waren herausfordernd, aber auch geprägt von großem Zusammenhalt und starkem Engagement in unserem Verein und unserer Fraktion. Wir haben einen turbulenten Wahlkampf hinter uns. Hier sind Teams entstanden – mit bewährten und neuen Mitgliedern der BG.

Natürlich hat uns der Verlust eines Sitzes im Stadtrat enttäuscht. Das Ergebnis entspricht nicht unseren Erwartungen – und doch blicken wir weiterhin mit Zuversicht nach vorn. Denn wir wissen: Unsere Arbeit, unsere Haltung und unsere Ziele bleiben wichtig und richtig. Jetzt erst recht. Wir sind wieder eine starke Gruppe, auf die man sich verlassen kann. Unsere Stärken und Expertisen sind politisch sehr gut vertreten. (siehe dazu unsere Ausschussbesetzung auf unserer Webseite)

Gemeinsam wollen wir im neuen Jahr neue Impulse setzen. Eines unserer Anliegen wird dabei unser Antrag auf die Neuregelungen der Kita- und OGS-Gebühren sein, den wir in den Rat eingebracht haben. Wir sind überzeugt, dass dies eine wichtige Entlastung für viele Familien darstellt und ein Schritt zu mehr Bildungsgerechtigkeit ist.

Vielen Dank für dein Vertrauen und deine Unterstützung – wir freuen uns auf ein starkes Jahr 2026, das wir gemeinsam gestalten wollen. Jedes Mitglied ist zur Mitarbeit in der Fraktion herzlich eingeladen. 

In diesem Sinne wünschen wir Euch und Euren Familien ein frohes, besinnliches Weihnachtsfest, erholsame Feiertage und einen guten, gesunden Start ins neue Jahr.

 

BG: Bürgergemeinschaft Soest e. V.


Pascal Fuisting                                                        Bernhard Michel

Erster Vorsitzender                                                 Fraktionsvorsitzender

 

Abschaffung Gebühren für KITAs und OGS

Stellungnahme der BG zur Abschaffung der Elternbeiträge:

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren

wir stehen heute vor einer Entscheidung, die seit Jahren überfällig ist: die vollständige Abschaffung der Elternbeiträge im Kindergarten-, Pflege- und OGS-Bereich.
Und ja – es ist Zeit, die Dinge beim Namen zu nennen.

Wir nennen es „Beitrag“, doch am Ende ist es eine faktische Strafzahlung für Menschen, die sich dafür entscheiden, Kinder großzuziehen oder Angehörige pflegen zu lassen. Wir reden ständig von „Chancengleichheit“, aber verlangen gleichzeitig Gebühren für die Grundvoraussetzungen dieser Chancen? Das ist logisch wie ein kaputter Regenschirm: Er sieht von außen sinnvoll aus, aber sobald es drauf ankommt, lässt er alle im Regen stehen.

Wer ernsthaft möchte, dass alle Kinder dieselben Startbedingungen haben, muss dafür sorgen, dass Bildung und Betreuung ab dem ersten Tag kostenfrei sind. Wer glaubt, man könne soziale Gerechtigkeit erreichen, während man gleichzeitig Familien mit monatlichen Beiträgen belastet, hat offensichtlich nie die Realität einer Durchschnittsfamilie betrachtet, geschweige denn einer einkommensschwachen.

Und diese Eltern leisten das nicht allein für sich und Ihre Kinder, sie leisten das für unsere gesamte Gesellschaft. Davon profitieren auch die, die selber keinen Nachwuchs in die Welt setzen.

 

Jedes Jahr gibt es kreative Haushaltsmanöver für prestigeträchtige Projekte, Leuchtturmideen oder irgendwelche impulsiven Beschaffungen, die dann irgendwo in einem Amt verstauben. Aber wenn es darum geht, Eltern finanziell zu entlasten, dann soll plötzlich jeder Cent dreimal umgedreht werden?
Es wirkt fast so, als würden wir lieber Geld für alles Mögliche ausgeben – nur nicht für das, was wirklich gesellschaftlich trägt.

 

Familien, deren Einkommen nicht durch Gebühren aufgefressen wird, haben mehr Geld im lokalen Kreislauf. Das bedeutet:

  • mehr Kaufkraft,
  • weniger soziale Folgekosten,
  • attraktivere Standortbedingungen für Fachkräfte.
    Oder anders gesagt: Wer bei der Betreuung spart, zahlt später doppelt – nur eben aus einem anderen Haushaltstitel.

Es sind überwiegend Frauen, die wegen Betreuungskosten reduzieren, pausieren oder ganz aus dem Job fallen. Kostenfreie Betreuung ist kein „Nice-to-have“, sondern ein Eckpfeiler echter Gleichstellung. Wer immer noch glaubt, man könne Gleichberechtigung fördern und gleichzeitig Betreuung finanziell unattraktiv machen, der verwechselt Fortschritt mit Sonntagsreden.

Schon heute verzichten Familien nachweislich auf Betreuungs- oder Unterstützungsangebote, weil sie die Beiträge nicht tragen können. Das ist nicht nur sozialer Sprengstoff, sondern auch ein Armutsbeschleuniger. Eine Kommune, die ernsthaft will, dass alle Menschen teilhaben, kann es sich nicht leisten, Barrieren künstlich aufrechtzuerhalten.

Wir wollen heute, dass auch Frauen, wenn möglich ganztags, berufstätig sind. Sie leisten einen großen Beitrag zu unser aller Wohlstand und das die Wirtschaft läuft. Dann müssen wir auch die Rahmenbedingungen dafür schaffen.

Die Entscheidung ist nicht kompliziert.
Entweder wir schaffen Elternbeiträge ab – oder wir erklären offen, dass soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit und Familienfreundlichkeit nur Worthülsen sind.

Wir können heute beweisen, dass wir verstanden haben, worum es wirklich geht: um Menschen, um Lebensrealitäten und um eine moderne Kommune, die nicht mehr an überholten Finanzierungsmodellen festhält.

Es ist Zeit für Konsequenz.
Es ist Zeit für Mut.
Und vor allem ist es Zeit für echte Entlastung.

Wir beantragen daher die vollständige Abschaffung sämtlicher Elternbeiträge im Kindergarten-, Pflege- und OGS-Bereich.

 

 

Arztpraxen und Ihre Erreichbarkeit

 Erreichbarkeit der Arztpraxen

Das Problem ist nicht neu, wird aber in einer älter werdenden Gesellschaft immer akuter. Thematisiert hat dies der bekannte Stadtgärtner und Musikus Jochen Gottwald, mittlerweile selber 86 Jahre alt, noch gut in Schuss, aber auch er merkt die Spuren des Älterwerdens.

Er wandte sich mit seinem Anliegen an den Seniorenbeirat der Stadt Soest und bat Bernhard Michel um Unterstützung und Gehör. Allen Beteiligten ist dabei klar, das hierbei Einflussmöglichkeiten seitens der Verwaltung, Politik oder anderer Gremien sehr begrenzt bis fast nicht möglich sind. 

Gottwald führte aus, dass ihm das sehr wohl bewusst ist. Sein Hauptanliegen ist, das Problem sichtbar zu machen und die Gesellschaft dafür zu sensibilisieren. Immobilienfachleute, Ärztegemeinschaft und weitere, die hier Einfluss nehmen können, sollen bei künftigen Neuansiedlungen, Renovierungen usw. diese Faktoren auf der Agenda haben. Ein Prozess, der gewiss Jahre in Anspruch nehmen wird.

Ein Negativbeispiel sei hier genannt, die ehemalige Notarztpraxis am Riga Ring. Ebenerdig erreichbar, ein Fahrstuhl war vorhanden, aber die An- und Abfahrt war für so manchen Menschen sehr erschwert bis fast unmöglich. Wer mit Rollator, Rollstuhl oder Gehhilfen hier ankam und erst auf dem Lidl-Parkplatz parken musste, hatte da Herausforderungen zu meistern.

Auch Arztpraxen in der Innenstadt sind oft nur schwer bis gar nicht mit dem Auto (oder Taxi) direkt anfahrbar.

Wie schon eingangs gesagt, Lösungen können wir nicht direkt anbieten, aber das Thema sichtbar machen, die Menschen dafür sensibilisieren.

Und ein jeder sollte im Hinterkopf haben, dass er morgen von diesen Problemen selber betroffen sein kann, nicht nur aus Altersgründen.

Stellungnahme der BG zur geänderten Planung „Clevische Straße“

 Wohnquartier Clevische Straße

Die Revitalisierung des Geländes der ehem. Kerstin GmbH ist wünschenswert und die Nachnutzung durch Wohnbebauung im städtebaulichen Kontext nachvollziehbar und richtig.

Bei der Entwicklung eines solchen Wohnquartiers ist eine Quote von 25-30% geförderter Wohnraum wünschenswert, so dass eine gesunde Mischung aus Bewohnern unterschiedlicher Einkommensschichten entsteht.

Ferner sollen bei größeren Quartieren immer auch Wohnbedarfe für Menschen mit besonderen Bedürfnissen (Senioren-Wohnungen, behindertengerechte Wohnungen) eingeplant werden.

 Bei der aktuellen Planung liegt die Quote der geförderten Wohneinheiten extrem über der 30%-Marke (176 von 276)  Bei der aktuellen Planung wurde auf Wohnungen für Menschen mit

besonderen Bedürfnissen gänzlich verzichtet.

Die BG ist der Meinung, dass die Lage des Quartiers an der Clevischen Straße insbesondere für Senioren-Wohnungen prädestiniert wäre, da gute Busverbindungen Richtung Innenstadt bestehen und Einkaufsmöglichkeiten (REWE) direkt in der Nachbarschaft vorhanden sind.

Ferner wurde bei der aktualisierten Planung das Verkehrskonzept derart geändert, dass Parkraum nur noch in der extrem äußeren nordwestlichen Ecke (Parkhaus) angeboten wird. In der Realität anderer Soester Wohngebiete ist heute zu beobachten, dass die Bewohner dann ihre Fahrzeuge in die Grünflächen stellen oder so im Straßenraum abstellen, dass Wege und Straßen extrem verengt werden. Auch ein Ausweichen in Nachbarstraßen außerhalb des Quartiers ist zu befürchten.

Seiten 1 von 3 Im Rahmen des Mobilitätskonzeptes sollten 6 Car-Sharing-Plätze angeboten werden. Diese wurden auf einen Stellplatz reduziert. Fahrradstellplätze wurden ebenfalls in nicht mehr hinreichender Anzahl eingeplant.

Abstellmöglichkeiten in den Gebäuden sind nicht mehr vorhanden, da Keller gestrichen wurden. Für hochwertige Fahrräder oder E-Bikes gibt es überhaupt keine geschützten Abstellmöglichkeiten.

 Das Mobilitätskonzept ist in der Praxis untauglich.

 Die Zahl der Fahrradstellplätze viel zu gering.

 Abstellmöglichkeiten für hochwertige Fahrräder/E-Bikes fehlen komplett.  Abstellmöglichkeiten für Sonder-Fahrräder (Lastenräder, Räder mit Anhänger) fehlen ebenfalls.

 Ladestationen für E-Bikes oder PKW wurden nicht geplant.

Das Maß der baulichen Nutzung des Quartiers übersteigt alles, was in Soest üblich ist. Die Gebäudehöhen (3 Vollgeschosse + Staffelgeschoss) orientieren sich an einem einzigen Gebäude in der Umgebung, dass durch ein Satteldach weniger erdrückend wirkt als die 4-Geschosser im Plan.

Die sogen. Punkt-Häuser befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu 1Familienhaus-Bebauung. Eine angemessene Höhenentwicklung fehlt komplett. Hier wären max. 3 Geschosse inkl. Staffelgeschoss das Höchstmaß verträglicher Planung.

Durch die Gebäudehöhen und die dichte Bebauung werden die unteren Geschosse in vielen Gebäuden kaum hinreichend belichtet. Dort sind Probleme und Konflikte vorprogrammiert, die am Ende die Stadt alleine lösen muss.

Fazit:

Wohnbebauung an der Clevischen Straße: BG sagt ja, bitte! Aber:

• Das Maß der baulichen Nutzung reduzieren.

• Die Planung so anpassen, dass sie sich in die Umgebung einfügt.

• Eine soziale Durchmischung beachten und keinen „Schleppweg 2.0“ schaffen.

• Das Verkehrskonzept an die Realität (PKW) und die Erfordernisse (Radverkehr) anpassen; Konzept für den „ruhenden“ Verkehr mitdenken.

• Wohnungen für Senioren + Behinderte einplanen.

Über uns

Seit mehr als 60 Jahren sind wir im Einsatz für die Interessen der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Soest - offen, unabhängig und bürgernah ist unsere Politik.

Die BG Soest e.V. wurde 1959 gegründet. Damit sind wir eine der ältesten unabhängigen Wählergemeinschaften in NRW. Seit 1969 stellen wir fast durchgängig die drittstärkste Fraktion im Soester Rat und sind somit ein fester Bestandteil der Kommunalpolitik in Soest.

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