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Ergebnisse unserer Befragung "Fahren Sie Bus?"

Ergebnisse der BG-Umfrage ”Fahren Sie Bus?”: Soester fahren wenig Bus, viel Rad und am liebsten Auto

BG hat rund 100 Soesterinnen und Soestern zum Busfahren befragt -  Ergebnisse für weitere Diskussionen mit der Verwaltung

Soest, März/April 2023. An drei Samstagen vor und nach Ostern haben trotz zum Teil widriger Wetterverhältnisse rund 100 Bürgerinnen und Bürger den BG-Mitgliedern am Vreithof, in der Marktstraße und am Einkaufszentrum am RigaRing Auskunft auf die Frage gegeben: „Fahren Sie Bus?“

Neben der reinen zahlenmäßigen Auswertung (siehe unten), hat die BG aus der Befragung folgende Schlüsse gezogen:

  1. Das Busfahren wird - solange das Auto oder Rad als bequemere Alternative genutzt werden kann - von der Mehrzahl nicht in Erwägung gezogen. Viele Soesterinnen und Soester gehen zudem zu Fuß.
  • Viele der älteren Bürgerinnen und Bürger machen sich Gedanken darüber, wie sie zum Einkaufen/ zu den Arztpraxen/ Apotheken kommen sollen, wenn sie kein Auto mehr fahren können.
  • Der Bus oder Kleinbusse würden gerne genutzt, wenn
    … der Weg von der Haltestelle zum Ziel einfacher machbar oder kürzer wäre.
    … der Ein- und Ausstieg auch für Gehbehinderte (mit Gehhilfen) zu bewältigen  wäre.
    … es Tragehilfen und Aufbewahrungsmöglichkeiten für Einkäufe rund um das Busfahren gäbe.
    … Ärztehäuser und Supermärkte ausreichend häufig angefahren würden.
    … wenn die Busse morgens zur Arbeit nicht zu voll wäre (Schüler).
    … wenn man überhaupt eine Busverbindung zur Arbeit hätte.

 

  1. Die fehlende Vernetzung/ Taktung mit Nachbarkommunen (oder das Wissen darum) wurde häufiger als Grund genannt, warum man das Busfahren für sich nicht in Erwägung zieht.

Unser Fazit

  • Um das Verhalten der Menschen in den umliegenden Dörfern und entfernteren Stadtteilen vom Auto zum ÖPNV zu bewegen, reichen bessere Taktzeiten nicht aus.
  • Die Verantwortlichen müssen sich frei machen von Stadtgrenzen und regionalen Zuständigkeiten und generell für eine bessere Anbindung und Vernetzung der Linien sorgen.
    Einfache, leicht zu merkende Routen und Takte sowie einheitliche Preise und eine viel breitere Kommunikation als bislang wären erforderlich.
  • Auch dann ist eine breitere Nutzung nicht garantiert. Es wird ein langer Prozess zur Mobilitätswende.  

Die Ergebnisse im Einzelnen

(auf volle Prozent (%)-Zahlen gerundet. Mehrfachangaben waren möglich)

Fahren Sie Bus? ja, nein, selten

  • 10 % der Befragten gaben an, „Ja, ich fahre Bus!“
  • 20 % nutzen den Bus gelegentlich bzw. selten.
  • 70 % nutzen den Bus gar nicht oder nur in Einzelfällen.

Bevorzugtes Fortbewegungsmittel:

  • Bus 9%
  • Auto 39%
  • Fahrrad 30%
  • zu fuß 16%
  • Zug 5%

Grund für die Busnutzung bzw. Nicht-Nutzung:

  • 9 % gute Verbindung in die Stadt
  • 1 % die gute Verbindung zur Arbeit
  • 23 % schlechte Verbindung in die Stadt
  • 15 % schlechte Verbindung zur Arbeit
  • 23 % Busfahren zu umständlich
  • 12 % Taktzeiten unattraktiv
  • 11 % fanden, dass das Busfahren zu teuer ist.

Was müsste sich ändern, damit Sie Bus fahren:

  • 36% attraktivere Taktzeiten
  • 37 % überhaupt brauchbare Verbindungen (insbesondere Verbindungen in Nachbarkommunen und Ortsteile)
  • 15 % einheitliche bzw. günstigere Fahrpreise
  • 12% einfachere und verständlichere Fahrpläne und bessere Kommunikation

Wer wurde befragt?

< 25 Jahre: 7%

25-50 Jahre: 33%

50-75 Jahre: 49%.

> 75 Jahre: 10%

Wohnort:

  • Innenstadt 28%
  • Norden und Westen: jeweils 14%
  • Süden und Osten: jeweils 7%
  • Nachbargemeinden oder Ortsteile: 5%

Hintergrund der Befragung

Die Bürgergemeinschaft möchte das durch die Umfrage gewonnene Stimmungsbild der Soesterinnen und Soester zum Busfahren  als Anregung mit in die politische Diskussion nehmen.

Die Verwaltung und ein Gutachterbüro arbeiten an der Optimierung der Stadtbuslinien. Das bisher vorgelegte Konzept hat die BG abgelehnt, u.a. weil über Kostenpakete in Millionenhöhe entschieden werden sollte, ohne zu wissen, was sie beinhalten und wie man Optimierungen erreichen will. Der BG ist es wichtig, dass die neuen Soester Baugebiete im Westen und Norden, die Gewerbegebiete sowie die Dörfer und Randgemeinden besser an die Stadt angeschlossen werden als bisher. Unsere Bedenken bzgl. der Kosten und der nicht aufgeführten Leistungen dahinter fanden keine Mehrheit in den zuständigen Ausschüssen.  

 

Das Thema „Mobilität der Zukunft“ ist ein Schlüsselthema auf dem Weg zur Klimaneutralität. Aus Sicht der BG lässt sich die Mobilitätswende nicht erreichen, wenn die Beteiligten nicht über die Stadtgrenzen hinweg das Busliniennetz im Blick haben.

Über uns

Seit mehr als 60 Jahren sind wir im Einsatz für die Interessen der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Soest - offen, unabhängig und bürgernah ist unsere Politik.

Die BG Soest e.V. wurde 1959 gegründet. Damit sind wir eine der ältesten unabhängigen Wählergemeinschaften in NRW. Seit 1969 stellen wir fast durchgängig die drittstärkste Fraktion im Soester Rat und sind somit ein fester Bestandteil der Kommunalpolitik in Soest.

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