
Soest – Ginge es nach der Bürgergemeinschaft (BG) müsste die Stadt aktuell nicht nach zwei neuen Beigeordneten suchen. In der Fraktion habe es zwar auch Kritik an Kämmerer Peter Wapelhorst und Stadtbaurat Matthias Abel gegeben, unterm Strich habe man sich aber dafür ausgesprochen, mit beiden Wahlbeamten weiterzuarbeiten, sagt Bernd Michel, Fraktionsvorsitzender der BG.
Er reagiert damit in einer Stellungnahme seiner Fraktion auf den Bericht „Nächster Führungswechsel im Rathgaus“ in der Freitagsausgabe dieser Zeitung. Darin hatte Bürgermeister Marcus Schiffer betont, es habe eindeutige Signale aus der Politik gegeben, dass man mehrheitlich nicht geneigt sei, den Vertrag von Matthias Abel, der ohnehin in zwei Jahren die Altersgrenze erreicht, zu verlängern.
Michel beklagt den Umgang von Teilen der Politik mit den Beigeordneten. „Bislang durfte man gewiss sein, dass ein Mindestmaß an Vertrauen herrschte im Umgang mit den Spitzenbeamten im Rathaus. Dieses Vertrauen scheint in den Ratsfraktionen verloren gegangen zu sein. Zumindest die drei Großen, CDU, Grüne und SPD, gaben sich monatelang zugeknöpft, was eine Wiederwahl jedes der beiden Beigeordneten betraf.“ Michel weiter: „So geht man nicht miteinander um.“
Die BG hätte mit einer Wiederwahl von Abel und Wapelhorst Bürgermeister Schiffer den „Rücken stärken“ wollen. Der müsse sich nun stattdessen „um die Einarbeitung seiner neuen Mitstreiter/innen im Verwaltungsrat der Stadt Soest kümmern“. Das sei nicht zielführend.MST
Quellenangabe: Soester Anzeiger vom 04.03.2026, Seite 9

